Stadtführung durch Gifhorn

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Gifhorn liegt im Allerurstromtal, einem "Überbleibsel" der letzten Eiszeit. Auf den entstandenen Inlanddünen siedelten sich bereits vor etwa 5.000 Jahren die ersten Jäger und Fischer an.

Die erste urkundliche Erwähnung Gifhorns findet sich 1196 in einem Güterverzeichnis des Braunschweiger Stiftes Sankt Cyriacus. Bereits im frühen Mittelalter gewann Gifhorn an Bedeutung, da sich hier die historische Salzstraße (Nord-Südrichtung) mit der Kornstraße (Ost-Westrichtung) kreuzte. Seit 1370 wird Gifhorn als Stadt oder Städtlein bezeichnet, volles Stadtrecht erhielt der Ort allerdings erst 1852.

Auszüge aus der Stadtführung können Sie über folgende Gebäude nachlesen:

Welfenschloss
Sankt Nicolai-Kirche
Kavalierhaus
Ratsschänke
Ratsweinkeller
Alte Superintendentur

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Das Welfenschloss

Erbaut 1525 bis 1581 durch Michael Clare. Er baute das Renaissanceschloss für Herzog Franz, der auch von 1539 bis zu seinem Tode 1549 hier residierte. Der älteste Gebäudeteil ist das Torhaus, dessen halbkreisförmiger Giebel eine nordeuropäische Besonderheit darstellt. Die 1547 fertiggestellte Schlosskapelle ist ebenfalls eine Besonderheit: Sie zählt zu den ersten Sakralbauten, die extra für protestantische Gottesdienste errichtet wurde.

1978 bis 1983 wurde das Schloss umfangreich renoviert, heute beherbergt es Teile der Kreisverwaltung, das Kreisheimatmuseum, das Schlossrestaurant und eine Justizvollzugsanstalt. Außerdem finden im sogenannten "Rittersaal" und im "Kaminzimmer" regelmäßig kulurelle Veranstanltungen statt.

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Die Sankt Nicolai-Kirche

Erbaut von 1733 bis 1744 durch Otto von Bonn und Gerhardt Ahrenhold. Dieser Barockbau beherbergt einen Kanzelaltar mit prachtvoller Schnitzerei. Die Orgel stammt von Christian Vater und bietet die Möglichkeit großer Orgelkonzerte, die hier auch regelmäßig stattfinden.

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Das Kavalierhaus

1540 erbaut ist es das älteste Haus Gifhorns. Baumeister war auch hier Michael Clare. Der Bauherr, Caspar von Leipzig, war Schlosshauptmann unter Herzog Franz. Auch dieses Haus ist im Renaissancestil erbaut, es war das einzige Haus mit massiver Forderfront und ist dem Welfenschloss sehr ähnlich.

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Der Ratsweinkeller

Erbaut 1562 ist er eines der ältesten Häuser Gifhorns. Bis 1843 befand sich hier das Gifhorner Rathaus. Bemerkenswert an diesem Fachwerkbau ist die aufwändige Schnitzornamentik, die nach 1982 bei der grundlegenden Renovierung des Hauses, in Orginalfarben wiederhergestellt wurde. So zeigen sich z. B. unser Stadtwappen der Gifhorner Löwe oder auch die Handwerksberufe der Gifhorner Gilden.

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Die alte Superintendentur

Das 1678 erbaute Eichenfachwerkhaus ist noch original erhalten. Hier befand sich bis 1825 die Superintendentur, sie beherbergte unter anderem die erste "Knaben- und Mädchenschule" Gifhorns, natürlich fand der Unterricht getrennt statt und Jungen und Mädchen hatten einen separaten Eingang.

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